Thiem zieht im Ösi-Duell noch einmal Kopf aus der Schlinge

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Was für eine Show! Was für eine Spannung! Was für ein Tennisfest! Der „weiße Sport“ lebt wieder in Österreich. Und wie! Dank den beiden „Gladiatoren“ Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer, die über 6000 Tennisfans bei den Generali Open in Kitzbühel einen wahren Leckerbissen servierten. Das Match war phasenweise an Spannung kaum zu überbieten.

Wahl-Tiroler legte los wie die Feuerwehr

Haider-Maurer startete grandios in die Achtelfinal-Partie. Er servierte stark und zeigte eine kämpferische Höchstleistung. Der sehr defensiv eingestellte Wahl-Tiroler, der beim Aufschlag des Gegners knapp vier Meter hinter der Grundlinie stand, erzwang mit einer starken Laufleistung viele Fehler seines angespannt wirkenden Gegenübers. Nach nur 23 Minuten mussten sich einige im Casino-Stadion am Fuße des Hahnenkamms wohl die Augen reiben. Denn Österreichs Nummer zwei gewann den ersten Satz relativ glatt mit 6:1.

Bresnik-Schützling stand schon vor dem Aus

Doch Thiem, nach den beiden Turniersiegen in Umag und Gstaad vollgetankt mit Selbstvertrauen, kam bereits Ende des ersten Durchgangs besser ins Spiel und zeigte, warum er derzeit die Weltrangliste steil nach oben klettert. Doch beinahe wäre der Auftritt der aktuellen Nummer 21 der Welt in der Gamsstadt nur von kurzer Dauer gewesen. Denn beim Stand von 2:1 hatte Haider-Maurer plötzlich drei Breakchancen. Doch der Jungstar machte alle drei zunichte. „Da war ich fast draußen. Wenn ich dieses Spiel verloren hätte, hätte ich nicht mehr viele Chancen gesehen“, gestand der Schützling von Günter Bresnik. Die Dramaturgie spitzte sich am Ende des zweiten Satzes zu. Die Entscheidung musste in einem Tiebreak fallen. Haider-Maurer holte einen 1:4 Rückstand auf und war kurzzeitig nur zwei Punkte vom Matchgewinn entfernt. Doch Thiem rettete sich in einen dritten Satz.

AHM sauer: „Das hätte nicht passieren dürfen“

Wer nun mit einem Durchmarsch des Lichtenwörthers gerechnet hat, wurde wiederum eines Besseren belehrt. „AHM“ gelang das Break zum 3:1 und er bestätigte dieses mit seinem Aufschlag zum 4:1. Wieder war alles für den Triumph des leichten Außenseiters angerichtet. Doch wieder kam alles anders als erwartet. Thiem drehte das Match erneut und durfte nach zwei Stunden und 17 Minuten über seinen 1:6, 7:6 (6) und 6:4-Sieg jubeln. „Ich habe noch einmal den Kopf aus der Schlinge gezogen“, zeigte sich der Jungstar erleichtert. Haider-Maurer hingegen konnte seine Enttäuschung nur schwer verbergen: „Nicht Dominic hat gewonnen, ich habe das Match verloren. Das hätte nicht passieren dürfen.“

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Gelingt Jungstar die Revanche?

Im Viertelfinale trifft Thiem nun auf Lucky Loser Albert Montanes aus Spanien und will sich für die 2013 in Kitzbühel erlittene Niederlage revanchieren. „Damals wollte ich ein gutes Spiel machen, jetzt geht es für mich nur um den Sieg.“

Fotos: Samuel Thurner

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