Thiem zitterte sich in Australien in Runde zwei

Es war bisher nicht die Saison von Dominic Thiem. Beim Einladungsturnier in Abu Dhabi und in Doha gewann kein einziges Match. Und auch in Melbourne lief zum Auftakt der Australian Open nicht alles rund. Zwar gewann der Schützling von Günter Bresnik die ersten beiden Sätze gegen den Franzosen Benoit Paire mit 6:4 und 6:3, das Spiel des Lichtenwörthers wirkte aber sehr verkrampft. Thiem agierte nicht nur sehr passiv, sondern auch seine Grundschläger waren im Vergleich zu sonst kurz. Ebenso kam der erste Aufschlag vor allem in Satz eins viel zu selten.

Spiel wurde zum Fünf-Satz-Krimi
Doch die Achterbahnfahrt der rot-weiß-roten Nummer eins sollte erst beginnen. Denn als viele schon mit einem mehr oder weniger lockeren Drei-Satz-Sieg rechneten, holte sich der vollbärtige Franzose irgendwie aus dem Nichts völlig überraschend Durchgang drei mit 7:5. Im vierten Satz schien Thiem dann plötzlich vollkommen von der Rolle zu sein und verlor diesen glatt mit 1:6. „Ich bin bis in die Haarspitzen motiviert ins Spiel gegangen, vielleicht war das zu viel. Dass ich nicht entspannt genug war, ist mir dann auf den Kopf gefallen.“ Das Match musste in einem alles entscheidenden fünften Satz entschieden werden.

Matchball um 2.10 Uhr in der Früh
Thiem kämpfte und als gegen zwei Uhr in Früh nur mehr wenige in der Margaret Court Arena ausharrten, schnappte sich der French Open-Finalist doch noch das entscheidende Break und verwerte um 2.10 Uhr Ortszeit seinen insgesamt vierten Matchball zum 6:3. „Dieser Sieg gibt mir hoffentlich einen Mega-Schub für den weiteren Turnierverlauf. Vielleicht ist es besser so als ich hätte in drei Sätzen gewonnen“, war Thiem erleichtert.

Nun wartet junger Lokalmatador
In Runde zwei wartet nun mit dem Australier Alexei Popyrin erneut ein gefährlicher Gegner. Die Nummer 149 der Welt schaltete in Runde eins Mischa Zverev überraschend glatt in drei Sätzen aus und gilt mit seinen 19 Jahren als vielversprechendes Talent. „Er hat als Junior die French Open gewonnen und ich habe einmal mit ihm trainiert“, erinnert sich der Niederösterreicher. „Aber ich muss in erster Linie auf mich schauen.“

Foto: Samuel Thurner

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