Thiem zitterte sich zur Revanche für Davis-Cup-Pleite

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Dominic Thiem wollte bei seinem Auftaktmatch bei den Swiss Indoors in Basel gegen den Niederländer Robin Haase die bittere Davis-Cup-Niederlage im Juli in Kitzbühel vergessen machen und Revanche nehmen. Doch kurz nach der glamourösen Eröffnungsshow mit Entertainer Albert Hammond am „Super Monday“ und, aufgrund der zeitgleich stattfindenden Partie von Rafael Nadal gegen Lukas Rosol, beinahe ohne öffentlichem Interesse, musste man aus rot-weiß-rote Sicht Angst haben, dass es kein Debakel wird. Wie vor einer Woche bei seinem Heimturnier in Wien roch es für Thiem nach einer Auftaktpleite. Nach nur 22 Minuten war der erste Satz verloren. Der Niederösterreicher kassierte dabei sogar die Höchststrafe – 0:6.

Niederösterreicher rettete sich in Entscheidungssatz

Im zweiten Satz kam Thiem aber besser ins Spiel und hatte beim Stand von 3:2 und 0:30 als Rückschläger plötzlich sogar die Chance davonzuziehen. Doch der Jungstar schaffte das Break nicht, musste nur Augenblicke später eine ähnlich brenzlige Situation überstehen und rettete sich in der Tiebreak. Doch diesen entschied der Lichtenwörther für sich und erzwang einen Entscheidungssatz.

Einziges Break zum richtigen Zeitpunkt

In diesem dritten Durchgang vergab Thiem beim Stand von 2:2 die lange Zeit einzige Breakmöglichkeit. Doch bei 5:5 war es dann soweit. Dem Schützling von Günter Bresnik gelang sein einziges Break in der Partie und konnte anschließend nach einer Stunde und 50 Minuten zum 0:6, 7:6 (5) und 7:5 ausservieren.

„Wenn Dominic aufgegeben hätte, wäre es auch okay gewesen“

„Nach dem ersten Satz musste der Arzt zweimal kommen, Dominic war übel, bewegte sich miserabel“, erklärte Trainer Bresnik gegenüber der „Kronen Zeitung“. „Wenn er aufgegeben hätte, wäre es auch okay gewesen.“ Doch Thiem kämpfte weiter: „Er hat sich mit allen Kräften gegen die Niederlage gestemmt, eine außergewöhnliche Leistung.“ Sein Schützling ging mit sich härter ins Gericht: „Man muss kein Tennis-Kenner sein um sagen zu können, dass der erste Satz nicht gut verlaufen ist. Robin hat sehr gut gespielt, ich war zu verhalten und vielleicht auch etwas unsicher durch meine letzten beiden Niederlagen gegen ihn. Mein Spiel war, im Ersten, zu durchsichtig und dadurch auch schnell verloren. Ich bin einfach nur richtig glücklich über den heutigen Sieg, da solch durchwachsene Wochen, wie die letzten, immer stark an mir nagen“, schrieb Österreichs Nummer eins auf Facebook.

Erster Sieg im dritten Duell

Nach der Niederlage in Kitzbühel und der Drei-Satz-Pleite in der Wiener Stadthalle 2014, war es der erste Sieg von Thiem gegen den Holländer im dritten Aufeinandertreffen.

Foto: Samuel Thurner

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