Tiebreak in Wimbledon ab 2019 auch im fünften Satz

Wer erinnert sich nicht an die Erstrundenpartie 2010 zwischen John Isner und Nicolas Mahut, die der US-Boy nach drei Tagen und elf Stunden Spielzeit mit 70:68 im fünften Satz für sich entschied? Oder an das Wahnsinns-Finale 2009, in dem Roger Federer Gegner Andy Roddick im fünften Satz mit 16:14 niederringen konnte? Wären diese beiden Matches in Wimbledon mit einem Tiebreak im fünften Satz entschieden worden, würden wohl nur mehr die eingefleischtesten Tennisfans das Ergebnis im Hinterkopf haben.

Kurzentscheidung beim Stand von 12:12

Derart epische Schlachten wird es im altehrwürdigen „All England Lawn Tennis and Corquet Club“ aber nicht mehr geben. Denn die ansonsten sehr traditionsbewussten Londoner führen ab 2019 den Tiebreak im Entscheidungssatz ein. Ewige Matches, die so lange dauern, bis ein Spieler zwei Games Vorsprung hat, gehören also der Vergangenheit an. Die Kurz-Entscheidung wird aber erst beim Stand von 12:12 ausgespielt.

„Wir glauben, dass die Zeit reif ist“

„Wir haben mit Spielern und Offiziellen gesprochen, haben außerdem die Spieldaten aus zwei Dekaden analysiert“, heißt es von Seiten der Verantwortlichen. „Nach dem 26:24 zwischen Kevin Anderson und John Isner im Halbfinal dieses Jahres ist man aber zum Schluss gekommen, dass man etwas ändern muss. Wir glauben, dass die Zeit reif ist, den Tiebreak einzuführen bei Matches, die nicht zu einem vernünftigen Zeitpunkt im entscheidenden Satz beendet sind.“

In Paris und Melbourne weiter keine Änderung

Wimbledon ist nach den US Open übrigens das zweite Grand-Slam-Turnier, das im fünften Satz den Tiebreak einführt. Bei den French Open in Paris und bei den Australian Open in Melbourne wird bis auf weiteres der fünfte Satz ausgespielt.

Foto: wikipedia/Wimbledon (Screenshot)

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