Tiebreak-Krimi beendet Ofners Tennis-Märchen in Kitz

Im Viertelfinale warf er Gerald Melzer aus dem Turnier, nun beendete er im Halbfinale das Tennis-Märchen von Sebastian Ofner. Der Portugiese Joao Sousa entpuppte sich bei den Generali Open in Kitzbühel als Party-Crasher für die vielen rot-weiß-roten Tennisfans.

Aufschlag wurde zum Knackpunkt

Dabei spielte Debütant Ofner erneut großartig auf und hatte durchaus Chancen, das Match auch für sich zu entscheiden. Doch vor allem der erste Aufschlag verließ den 21-jährigen Steirer in den entscheidenden Phasen. Und diese waren an Dramatik kaum zu überbieten. Beide Sätze mussten im Tiebreak entschieden werden – beide Male mit dem besseren Ende für Sousa. Ofner ließ ließ sowohl im Tiebreak des ersten Satzes, als auch in dem des zweiten jeweils den ersten Aufschlag abnehmen. In Durchgang eins machte der Schützling von Wolfgang Thiem nur einen, im zweiten lediglich zwei Punkte bei eigenem Service. Einfach zu wenig! Nach einer Stunde und 58 Minuten siegte der favorisierte Portugiese mit 7:6 (4) und 7:6 (4).

„Auf der Tour kann ich viele schlagen“

Doch „Ofi“ darf dennoch stolz auf sich sein. „Ich bin mit der Woche mega-zufrieden“, resümierte der neue Publikumsliebling von Kitz. Die Gamsstadt verlässt er mit 24.520 Euro, 90 ATP-Punkten und der Erkenntnis, viele auf der Tour schlagen zu können, im Gepäck. „Mit Sicherheit die soliden Top-100-Spieler!“ Doch der Youngster bewies, dass er auch die weiter vorne ärgern kann. In Wimbledon siegte Ofner gegen die Nummer 17 der Welt, Jack Sock. Am Fuße des Hahnenkamms eliminierte er Turnierfavorit Pablo Cuevas, die Nummer 27 im Ranking.

Für Wahl-Kitzbühel winkt zweite Gams

Im Endspiel wartet auf Sousa nun zwar kein Österreicher, aber immerhin mit „Hausherr“ Philipp Kohlschreiber ein Wahl-Kitzbüheler. Der 33-jährige Deutsche setzte sich im Oldie-Duell gegen den drei Jahre jüngeren Fabio Fognini aus Italien durch und möchte nun nach 2015 zum zweiten Mal die goldene Gams gewinnen. „Ich hätte auch gern gegen Ofner gespielt – denn jedes Mal, wenn er spielte, hörte ich die Super-Stimmung auch in meiner eigenen Wohnung“, schmunzelte der gebürtige Augsburger.

Fotos: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>