Tiebreak-Krimi verloren: Tsitsipas entthront Federer

Er hatte im ganzen Match nur drei Breakchancen, nutze lediglich eine davon zum Break und gewann trotzdem das Match in vier Sätzen. Tennis kann verrückt sein! Stefanos Tsitsipas warf im Achtelfinale der Australian Open überraschend Titelverteidiger Roger Federer aus dem Turnier.

Kein Break des Schweizers im ganzen Match
Dabei wirkte der Schweizer trotz vieler Vorhandfehler zumindest in den ersten beiden Sätzen souverän und war der bessere Spieler. Doch der Grieche wehrte im ersten zwei und im zweiten Durchgang sogar acht Breakbälle ab. Und auch im dritten Satz (zwei Breakbälle) und im vierten (null Breakchancen) gelang es dem „Maestro“ seinem Gegner einfach nicht, den Aufschlag abzunehmen. Auch von den angeblichen Muskelproblemen in den Oberschenkeln, wegen denen die Nummer 14 des Turniers Mitte des vierten Satzes den Physio auf den Platz holte, ließ sich Tsitsipas nicht aus der Ruhe bringen. In einem wahren Tiebreak-Krimi gewann der 20-Jährige in drei Stunden und 45 Minuten mit 6:7 (11), 7:6 (3), 7:5, 7:6 (5) und trifft nun im Viertelfinale auf den Spanier Roberto Bautista Agut, der Marin Cilic in fünf Sätzen in die Knie zwang. Tsitsipas ist der erste Grieche, der im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers steht. „Ich bin in diesem Moment der glücklichste Mensch auf Erden“, meinte er beim Platzinterview nach dem Wahnsinnsmatch.

Schweizer will 2019 wieder auf Sand spielen
Und Federer? Der reagierte wie immer wie ein großer Champion und fand nur lobende Worte für seinen Gegner: „Ich habe gegen einen besseren Spieler verloren. Er hat sich in das Match hereingehängt und nicht nachgelassen“, streute der Schweizer dem Griechen Rosen. Übrigens: Der 20-fache Grand-Slam-Champion kündigte in der Pressekonferenz übrigens an, in diesem Jahr wieder auf Sand spielen zu wollen. „Ich werde wieder auf Sand antreten. Ich habe Lust, wieder einmal in Paris zu spielen. Vor drei Jahren war ich verletzt, die zwei vergangenen habe ich darauf verzichtet. In diesem Jahr möchte ich nicht wieder so eine lange Pause machen“, erklärte Federer.

Foto: Samuel Thurner

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