Torero Nadal nahm Shootingstar Thiem auf die Hörner

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Schon allein die Tatsache, dass Dominic Thiem bei seinem ersten Antreten in Roland Garros bereits in der zweiten Runde auf Superstar Rafael Nadal trifft, hat zumindest in Österreich bereits einen kleinen Tennis-Hype ausgelöst. Einige träumten bereits von der riesen Sensation. Doch der achtfache French Open-Sieger spielte dabei nicht mit. Von Beginn an zeigte der Weltranglisten-Erste wer der Herr am Platz ist und ließ dem Österreicher in den ersten beiden Sätzen lediglich vier Games. Thiem zeigte aber auf, dass er mit dem Sandplatzkönig durchaus mithalten kann und feuerte sogar einige grandiose Winner von der Grundlinie ab. Mit dem Gefühl locker drauf losspielen zu können, führte der Niederösterreicher im dritten Satz plötzlich sensationell mit 3-1. Doch Rafa besann sich auf seine Stärken und beendete nach exakt 2 Stunden und 5 Minuten die Partie mit 6-2, 6-2 und 6-3.

ATP TENNISTURNIER KITZB†HEL:  THIEM (AUT) // AUSTRIA TENNIS ATP

Nummer 1 der Welt streute Jungspund Rosen

Beim Interview nach der Partie direkt am Platz streute der Mallorquiner trotz des klaren Sieges dem Jungspund aus Österreich Rosen: „Er trifft den Ball an einem sehr hohen Schlagpunkt. Er ist mit enormer Stärke auf der Vorhand, der Rückhand und beim Service ausgestattet. Er hat alles um ein großer Champion zu werden.“ Und der „Stier aus Manacor“ war auch nicht leichtsinnig in die Partie gegangen: „Ich wusste, dass wenn ich nicht gut spiele, es gegen Dominic wahnsinnig eng werden könnte. Deshalb habe ich von Anfang an sehr konzentriert gespielt.“

Mega Erlebnis für Thiem

„Ich hab nicht so schlecht gespielt. Aber es waren viele Kleinigkeiten nicht gut genug, dass ich ihn echt fordere. Vor allem waren mega viele Rookie-Fehler dabei. Leichte Fehler. Die passieren, weil du auf Sand gegen Rafa Nadal halt noch besser spielen willst als gegen die anderen. Und weil er dir halt überhaupt nix schenkt“, erklärte Thiem nach dem Spiel auf seiner facebook-Seite. Er konnte trotz Niederlage das Spiel offensichtlich dennoch ein wenig genießen: „Auf dem größten Sandplatz der Welt gegen den besten Sandplatzspieler der Welt spielen dürfen, das war ein mega Erlebnis. Das will ich unbedingt wieder erleben. Und das nächste Mal will ich auch näher hinkommen. Dafür muss ich ab morgen so hart arbeiten wie ich nur kann.“

Fotos: Samuel Thurner, Robert Parigger

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