Traum der Deutschen Fed-Cup Mädels scheint zu platzen

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Mit großem Selbstvertrauen und mit der Hoffnung nach 22 Jahren den Fed-Cup-Titel wieder nach Deutschland zu holen, reisten Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Co. nach Prag. Doch bereits nach dem ersten Tag scheint der Traum geplatzt zu sein. Deutschland liegt gegen Tschechen mit 0:2 in Rückstand.

Petkovic gegen Kvitova ohne Chance

Im Eröffnungseinzel hatten Andrea Petkovic gegen Petra Kvitova wie erwartet keine Chance. In einer Stunde und 17 Minuten schoss die Weltranglisten-Vierte und zweimalige Wimbledonsiegern die Deutsche mit 6:2, 6:4 in der Prager O2-Arena vom Platz. Petkovic begann in der nicht ganz vollen Halle vor knapp 10.000 Zuschauern sehr nervös und geriet schnell mit 0:3 in Rückstand. Der erste Satz war damit weg. Im zweiten Durchgang kam die Darmstädterin zwar etwas besser ins Spiel, gegen die konstante und nervenstarke Kvitova war an diesem Tag aber kein Kraut gewachsen. „Ich habe mein Bestes gegeben, aber Petra war heute zu gut“, musste Petkovic die starke Leistung ihrer Gegnerin neidlos anerkennen. Wütend zeigte sich die Deutsche nach dem Spiel aber über das Publikum. Immer wieder regte sie sich über die lauten Heimfans auf.

Petra Kvitova Stuttgart Foto: Samuel Thurner

Kerber wurde Favoritenrolle nicht gerecht

Mehr Hoffnungen lasteten natürlich auf Angelique Kerber in ihrem ersten Einzel gegen Lucie Safarova. Doch die Deutsche wurde ihrer Favoritenrolle vor 13.000 Zuschauern nicht gerecht. Die Kielerin erspielte sich in beiden Durchgängen zwar eine 4:2 Führung, verlor daraufhin aber jeweils vier Spiele in Folge und musste sich mit 4:6, 4:6 geschlagen geben.

Deutsche jubelte zu früh

Skurril endete der erste Satz: Kerber drosch eine Vorhand die Linie entlang und jubelte: „Komm jetzt!“ Doch Safarova kam mit dem Schläger noch an den Ball und spielte diesen klar ins Feld zurück. Die Stuhlschiedsrichterin Eva Asderaki sprach zurecht sofort eine Behinderung der Gegnerin aus. Der Satz war damit entschieden. „Es war die völlig richtige Entscheidung der Schiedsrichterin, weil ich zu früh geschrien habe“, meinte Kerber nach dem Match in der Pressekonferenz. Als Schlüsselpunkt für den Matchausgang wollte sie die Szene aber nicht bezeichnen.

Ersetzt Lisicki leicht angeschlagene Petkovic?

Wutentbrannt flüchtete die Weltranglisten-Zehnte nach ihrer Niederlage vom Platz. Bundestrainerin Barbara Rittner muss nun irgendwie versuchen, ihre niedergeschlagenen Spielerinnen bis zum Sonntag wieder aufzubauen. Gut möglich, dass sie anstelle der gesundheitlich leicht angeschlagenen Petkovic für das vierte Einzel – sollte das Fed-Cup-Finale nach dem Spiel zwischen Kvitova und Kerber noch nicht entschieden sein – auf Sabine Lisicki setzt. „Wir müssen überlegen, was das Beste für das Team ist. Sabine ist auf diesem Belag eine unheimliche Waffe“, gestand selbst Petkovic ein.

Belag zu schnell: Verband droht Strafe

Apropos Belag: Schnelligkeits-Messungen beim Abspringen des Balles haben nach Angaben des Weltverbandes ITF ergeben, dass der Novacrylic-Ultracushion-Court den zulässigen Grenzwert minimal überschreitet. Dem Tschechischen Verband droht daher eine Geldstrafe.

Fotos: Samuel Thurner (2)

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