Traumfinale geplatzt: Verletzter Nadal raus, Federer weiter

Basel Foto: Samuel Thurner

Viele Tennisfans freuten sich bei den Australian Open bereits auf eine Neuauflage des Traumfinales Roger Federer gegen Rafael Nadal. Doch dazu kommt es nicht. Denn der Spanier musste in seinem Viertelfinal-Match gegen den Kroaten Marin Cilic nach einem Verletzungsdrama im fünften Satz das Handtuch werfen. Beim Stand von 6:3, 3:6, 7:6 und 1:4 musste sich der „Stier aus Manacor“ erstmals ein medizinisches Time-Out nehmen. Mit Schmerzen mühte sich Nadal noch einmal auf den Platz doch bei 0:2 im fünften Satz sah der Mallorquiner ein, dass es keinen Sinn macht und gab auf. Wie sich später herausstellte, zog sich die Nummer eins der Welt eine Verletzung am rechten Hüftbeuger zu. In rund drei Wochen will Nadal wieder zurück auf der Tour sein. Trotz des Dramas bleibt der Spanier in der Weltrangliste auf Platz eins.

Nun wartet Sensationsmann auf Cilic

Im Halbfinale trifft Cilic auf den britischen Sensationsmann Kyle Edmund. Die in Johannesburg geborene Nummer 49 der Welt siegte überraschend gegen die aktuelle Nummer drei der Welt Grigor Dimitrov mit 6:4, 3:6, 6:3 und 6:4. Edmund ist nach seinem ersten Sieg gegen einen Top-5-Mann neben Andy Murray, Tim Henman, Roger Taylor, John Lloyd und Greg Rusedski der sechste Brite in der Open Ära, der es bei einem Grand Slam Turnier mindestens ins Halbfinale schaffte.

„Maestro“ nach Startschwierigkeiten souverän

Der Schock, dass Langzeitrivale Nadal bereits im Viertelfinale ausgeschieden ist, schien auch Roger Federer am Beginn seines Viertelfinales gegen Tomas Berdych gehemmt zu haben. Der Schweizer lag schnell mit 0:3, 1:4 und 2:5 in Rückstand und schien teilweise komplett von der Rolle. Doch wenn es um die Wurst geht, ist der „Maestro“ wie immer zur Stelle. Federer holte sich das Rebreak zum 4:5, wehrte zwei Satzbälle ab und kämpfte sich plötzlich mit grandiosem Tennis in den Tiebreak. Und dort zeigte der 19-fache Grand-Slam-Sieger seine Klasse. Er schoss den Tschechen mit 7:1 regelrecht ab. Danach ließ Federer nichts mehr anbrennen und siegte souverän mit 7:6 (1), 6:3, 6:4 und trifft nun im Semifinale auf den nächsten Sensationsmann. Der Südkoreaner Hyeon Chung siegte nach dem Dreisatz-Triumph über Novak Djokovic auch gegen US-Boy Tennys Sandgren mit 6:4, 7:6 (5), 6:3.

Foto: Samuel Thurner

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