Traumfinale Kohli gegen Zverev in München geplatzt

Tausende Zuschauer hatten bei widrigen Bedingungen auf der Anlage des MTTC Iphitos in München ausgeharrt und ihre Helden angefeuert – allein geholfen hat es nichts. Sowohl Philipp Kohlschreiber, als auch Alexander Zverev sind bei den BMW Open by FWU 2019 im Viertelfinale ausgeschieden. Der zweimalige Turniersieger Zverev verlor in einem phasenweise dramatischen Match bei widrigen Wetterbedingungen gegen Cristian Garin aus Chile, die Nummer 47 der Welt.

Zwei Matchbälle vergeben
Spannend war´s von Anfang an, so dass die knapp 4000 Zuschauer auf dem ausverkauften Center Court gar keine Zeit hatten zu frieren. Den ersten Satz hatte Zverev, auch zum Entsetzen von Fußball-Legende Felix Magath, mit 4:6 verloren, auch im Zweiten lag er wieder zurück, musste beim Stande von 4:5 aus seiner Sicht drei Matchbälle abwehren. Aber Sascha gab nicht auf, er feuerte sich selbst an, schaute immer wieder zu seinem Vater in die Box und holte sich diesen Satz mit 7:5. Auch im dritten Durchgang hatte er seine Chancen, hatte beim Stand von 5:4 sogar zwei Matchbälle, die er aber nicht verwandeln konnte: „Diese Niederlage ist sehr frustrierend für mich, letztes Jahr hätte ich solche Matches gewonnen, dieses Jahr verliere ich sie. Es läuft derzeit nicht wirklich gut für mich.“ Dass er seinen Traum vom Titelhattrick bei den BMW Open begraben musste, ein zusätzlicher Wehrmutstropfen: „Da kann man nichts machen. Das war wunderschön, aber alles geht mal zu Ende. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“ Garin, der vor gut zwei Wochen das Sandplatzturnier in Houston gewonnen hatte, nutzte seine Chance und verwandelte seinen insgesamt vierten Matchball nach zwei Stunden und elf Minuten (6:4, 5:7, 7:5). Sein Gegner im Halbfinale ist Marco Cecchinato. Der Italiener hatte sich im ersten Match des Tages in drei Sätzen gegen Marton Fucsovics aus Ungarn durchgesetzt (1:6, 7:5, 7:5).

Auch Kohlschreiber verlor in drei Sätzen
Auch Philipp Kohlschreiber hielt ein spannendes Match gegen Matteo Berrettini bis zum Schluss offen, um dann doch zu verlieren. Nur Nuancen entschieden. Den ersten Satz hatte der dreimalige Turniersieger Kohlschreiber mit 6:4 gewonnen, den Zweiten mit 5:7 knapp verloren. Auch der dritte Durchgang war ausgeglichen. Beim Stande von 5:4 erspielte sich Berrettini, der in der vergangenen Woche das Turnier in Budapest gewonnen hatte, die ersten Matchbälle. Den dritten konnte er nach zwei Stunden und 41 Minuten zum 6:4 verwandeln. Sein Gegner im Halbfinale ist Roberto Bautista Agut, der sich in drei Sätzen gegen Guido Pella aus Argentinien durchgesetzt hatte (4:6, 6:4, 6:0).

Foto: Samuel Thurner

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