Traumfinale zwischen Federer und Nadal rückt immer näher

Basel Foto: Samuel Thurner

„Ich würde lieber neue Gesichter sehen“, erklärt die schwedische Tennis-Legende Mats Wilander und zeigt damit sein Desinteresse an einem Finale bei den Australian Open zwischen Roger Federer und Rafael Nadal. Mit seiner Meinung dürfte der siebenfache Grand-Slam-Sieger aber eher alleine dastehen. Denn die Tenniswelt träumt bereits vom Duell der langjährigen Dauerrivalen. Und das, was sich vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres nicht einmal Tennisnostalgiker auszusprechen getraut haben, wird immer realistischer.

Jeweils mit Drei-Satz-Siegen ins Semifinale

Nach den Pleiten von Andy Murray und Novak Djokovic spielten sich die beiden Routiniers relativ locker ins Halbfinale. Während der Schweizer den Überraschungsmann und Dauerangreifer Mischa Zverev in nur einer Stunde und 23 Minuten mit 6:1, 7:5 und 6:2 regelrecht vom Platz schoss, gewann auch der Spanier im Viertelfinal gegen Milos Raonic überraschend in drei Sätzen. Vor allem der zweite Satz stand aber lange auf Messers Schneide. Der Kanadier hatte sogar sechs (!) Satzbälle. Doch der „Stier von Manacor“ wehrte alle ab, holte sich den Satz und durfte schlussendlich nach zwei Stunden und 44 Minuten über ein 6:4, 7:6 (7), 6:4 jubeln.

Gigantenduell um Major-Rekord?

Dem Gigantenduell stehen aber noch zwei harte Brocken im Weg. Federer, der nach seiner verletzungsbedingten Pause überraschend großartig und befreit aufspielt, bekommt es im Semifinale mit Landsmann Stan Wawrinka, Nadal mit dem Bulgaren Grigor Dimitrov zu tun. Im Gegensatz zu Wilander kommt der ehemalige US-Star Andy Roddick beim Gedanken an das mögliche Traumfinale ins Schwärmen. „Dies wäre das wichtigste Match in der Geschichte der Australian Open – oder vielleicht sogar der ganzen Grand-Slam-Geschichte“, meint der Amerikaner. Roddick spricht dabei die Anzahl der Major-Titel an. Denn Rekordmann Federer könnten seine 18., Sandplatz-König Nadal seine 15. Grand-Slam-Trophäe holen. „Gewinnt Rafa in Melbourne und geht mit diesem Gefühl nach Paris, könnte auch er bald 17 Pokale im Schrank stehen haben“, schmunzelt der US-Boy. Im direkten Duell der beiden führt der Spanier übrigens mit 17:9-Siegen.

Foto: Samuel Thurner

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