Trauzeuge Kubot vermieste Marach das Wimbledon-Märchen

Seine Karriere hing bereits mehrmals an einem seidenen Faden, kaum einer hat noch viel auf Oliver Marach gesetzt. Doch der Österreicher schrieb 2017 in Wimbledon ein Tennis-Märchen, schlussendlich allerdings ohne Happy End. Der zweifache Familienvater zog kurz vor seinem 37. Geburtstag mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic nach einem 4:6, 7:5, 7:6, 3:6, 17:15-Krimi in vier Stunden und 35 Minuten gegen Mektic/Skugor ins Doppel-Endspiel ein.

Endspiel war einen echter Thriller

Im Finale wartete auf das österreichisch-kroatische Duo der Brasilianer Marcelo Melo und Lukasz Kubot aus Polen. Kurios: Letztgenannter ist nicht nur Marachs einstiger Partner, sondern auch sein Trauzeuge. Und dieser fügte seinem Freund eine bittere Niederlage zu. Das Endspiel entpuppte sich erneut als wahrer Thriller. Satz eins holten sich zwar noch Marach/Pavic mit 7:5, mussten dann aber zwei Sätze knapp mit 5:7 und 6:7 (2) abgeben. Der vierte Satz hätte somit die Entscheidung für Kubot/Melo bringen können. Doch es kam anders. Nach einem wahren Break-Festival konnte der Österreicher schließlich zum 6:3 ausservieren. Der Entscheidungssatz musste her.

Bei geschlossenem Dach kam die Entscheidung

Und der war an Dramatik kaum zu überbieten! Die vier Akteure schenkten sich nichts. Bis zum 7:6 blieb alles in der Reihe, doch plötzlich hatten Kubot/Melo bei Aufschlag Pavic zwei Chancen zum Titel. Doch der Kroate wehrte die Matchbälle ab. Bei 8:8 hatten Marach und sein Partner plötzlich drei Breakchancen, doch auch sie konnten ein 0:40 nicht nützen. Bei 11:11 wurde es erneut kurios: Aufgrund der Dunkelheit musste das Dach am Centre Court geschlossen werden. 15 Minuten durften sich die Finalisten ausruhen, ehe Melo sein Aufschlagspiel locker durchbrachte. Pavic brachte die Unterbrechung aber offenbar völlig aus dem Konzept. Er gab sein Service zu Null ab. Und somit durften nach vier Stunden und 40 Minuten Marcelo Melo und Marachs Trauzeuge Lukasz Kubot über den Titel im Rasen-Mekka jubeln.

Foto: Stefan Ruef

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