Trotz Matchball: Thiem verpasst Duell mit Rafael Nadal

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Eine kleine Sensation lag in der Luft. Doch Dominic Thiem fehlte am Ende ein winziger Punkt um wieder einmal einen großartigen Sieg einzufahren. Nachdem der Niederösterreicher beim ATP-1000-Turnier in Paris-Bercy zum Auftakt den Franzosen Adrian Mannarino mit 6:2, 5:7, 6:2 besiegte, scheiterte der 22-Jährige einmal mehr am Südafrikaner Kevin Anderson und verpasste somit ein Duell mit Rafael Nadal.

Nur eine einzige Breakchance im ersten Satz

Dabei begann Österreichs Nummer eins stark, fand gleich ins Spiel und hatte gegen das „Aufschlagmonster“ bereits im dritten Game eine Breakchancen. Thiem konnte diese aber nicht nutzen. Es sollte seine einzige Chance bleiben, Anderson den Aufschlag abzunehmen. Da aber auch der Lichtenwörther hervorragend servierte (er ließ keine einzige Breakchance zu), musste der erste Durchgang im Tiebreak entschieden werden. Und in diesem legte Thiem los wie die Feuerwehr und führte rasch mit 4:0. Den Vorsprung ließ er sich auch nicht mehr nehmen und holte sich den Satz schließlich mit 7:3.

Beim Ausservieren zitterte die Hand

Der zweiten Durchgang begann aus Sicht des Österreichers phänomenal. Nachdem er problemlos sein Aufschlagspiel durchbrachte, holte sich Thiem das erste Break im Match. Die Partie schien gelaufen zu sein, denn seine Service-Games spulte der Schützling von Günter Bresnik im Minutentakt herunter. Bei 4:1 sowie 5:2 dachte jeder in der Halle, bald nach Hause gehen zu können. Doch der Abend wurde noch lang. Ausgerechnet als Thiem beim Stand von 5:3 eigentlich nur mehr ausservieren konnte, dürfte offenbar die Hand gezittert haben. Nachdem der Niederösterreicher einen Matchball nur knapp ins Aus spielte, kam Anderson plötzlich zu seinen ersten Breakbällen im Match. Und seine zweite Chance nützte der Südafrikaner dann auch zum Break. Den Schock verdaute Thiem nur schwer. Bei 5:5 war er erneut mit vier Breakbällen gegen sich konfrontiert, wehrte jedoch alle ab und rettete sich schließlich ins Tiebreak. Doch diesmal hatte Anderson mit einer Reihe von Assen das bessere Ende für sich.

Nach Mitternacht das bittere Ende

Ein Entscheidungssatz musste her. Die Partie war weiterhin mehr als ausgeglichen. Bei 4:5 plötzlich Matchball für den Südafrikaner. Doch Thiem stemmte sich dagegen. Zum dritten Mal an diesem Abend ging es in den Tiebreak, indem der Österreicher zwei Mal ein Minibreak wettmachen konnte. Doch am Ende blieb eine starke Leistung von Thiem unbelohnt. Kurz vor 0.30 Uhr verließ die Nummer 19 der Welt nach einem 7:6 (3), 6:7 (4) und 6:7 (5) nach zwei Stunden und 44 Minuten den Platz als Verlierer.

„Es war wirklich bitter“

Anstatt einer Begegnung mit Nadal zum Abschluss der Saison, nahm das Jahr ein bitteres Ende für den Jungstar. „Das Match war gut, hat aber beim 4. Mal auch nicht seien sollen“, schrieb Thiem kurz nach dem Match auf seiner Facebook-Seite. „Es war wirklich bitter, überhaupt nachdem ich im 2. Satz Matchbälle vergeben habe.“ Auch die Tatsache, dass er „nur“ einen hatte, wird Thiem nicht trösten.

Foto: Samuel Thurner

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