„Überflieger“ aus Russland: Medvedev kommt nach Wien

Er mischt diesen Sommer die Tenniswelt auf. Der Russe Daniil Medvedev erreichte in Washington, Montreal und Cincinnati in drei Wochen drei Endspiele und holte sich in Ohio nach einem Sieg unter anderem gegen Branchenprimus Novak Djokovic seinen ersten 1000er-Titel.

Aufschwung dank Jugendliebe
Doch was macht den „russischen Bären“ eigentlich so stark? Geht es nach der aktuellen Nummer fünf der Welt, hat Ehefrau Daria großen Anteil am Aufschwung. „Sie ist eines der wichtigsten Mitglieder meines Teams. Sie hat mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben. Ich sage immer, dass es der Moment war, als ich ihr den Antrag machte, als es bei mir aufwärts ging“, streut der 23-Jährige seiner Jugendliebe, die er vergangenen September heiratete, Rosen.

E-Mail an Turnierdirektor
Ob Daria auch mit nach Wien kommt, steht noch in den Sternen. Die österreichischen Tennisfans dürfen sich aber schon auf den neuen „Überflieger“ freuen. Zusammen mit Dominic Thiem, Kei Nishikori und Karen Khachanov wird der Cincinnati-Triumphator nämlich bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle aufschlagen. „Daniil Medvedev hat schon seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle in meinen Überlegungen gespielt. Ich habe dann ein E-Mail von ihm bekommen, in dem er fast schüchtern angefragt hat, ob nicht eine Möglichkeit bestünde, heuer in Wien zu spielen“, erklärt Turnierdirektor Herwig Straka, der natürlich nicht lange zögerte und den Start des Shooting-Stars perfekt machte. „Er spielt eine sensationelle Saison und hat seinen Erfolgshunger noch lange nicht gestillt. Wir freuen uns sehr darüber, dass er in diesem Jahr seine Premiere bei den Erste Bank Open feiert. Ich bin überzeugt davon, dass er mit seinem attraktiven Spielstil die Zuschauer in der Wiener Stadthalle begeistern wird“, meint Straka.

Russe katapultierte sich auf Platz fünf
Auch unabhängig der drei gigantischen Wochen drückt Medvedev der Saison 2019 seinen Stempel auf. Der Russe eröffnete das Jahr mit dem Einzug in das Achtelfinale der Australian Open in Melbourne sowie dem Turniersieg in Sofia schon bärenstark. Neben dem Triumph in Cincinnati (seinem insgesamt fünften auf der ATP-Tour) stehen zudem die Endspiele in Brisbane, Barcelona, Washington und Montreal sowie die Semifinali in Rotterdam, Monte Carlo und im Londoner Queen’s Club zu Buche. Mit diesen überragenden Resultaten hat sich der gebürtige Moskauer sowohl in der Weltrangliste als auch im „Race to London“ jeweils auf Platz fünf unmittelbar hinter Dominic Thiem katapultiert.

Viele weitere „Zugpferde“ in der Stadthalle
Neben den vier Top-Den-Spielern Thiem, Nishikori, Kachanov und Medvedev haben mit dem französischen Publikumsliebling Gael Monfils, den kanadischen „RookiesFelix Auger-Aliassime und Denis Shapovalov sowie dem australischen „Enfant terrible“ Nick Kyrgios vier weitere „Hochkaräter“ ihre Teilnahme in Wien zugesagt. „Unsere Strategie, den Blick stets in die Zukunft zu richten und internationalen Talenten eine Chance zu geben, hat sich bewährt. Karen Khachanov hat vor drei Jahren eine Wildcard bekommen und kehrt heuer als Top-Ten-Spieler nach Wien zurück. Felix Auger-Aliassime war im Vorjahr dank einer Wildcard dabei und ist jetzt die Nummer 19 der Welt. Und mit Daniil Medvedev ist heuer ein weiterer Spieler in Wien am Start, der die nächsten Jahre auf der ATP-Tour entscheidend mitprägen wird“, betont Straka.

Foto: Erste Bank Open

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