Unfassbar! Federer gewinnt seinen 20. Major-Titel

Auf dem Weg ins Finale musste Roger Federer bei den Australian Open keinen einzigen Satz abgeben. Im Endspiel gegen Marin Cilic wurde vom Schweizer aber alles abverlangt. In einem Fünfsatz-Krimi sah der „Maestro“ nicht immer wie der sichere Sieger aus, doch nach knapp über drei Stunden besiegte er den Kroaten mit 6:2, 6:7, 6:3, 3:6, 6:1, verteidigte seinen Titel und weinte danach vor Glück. Seinen Rekord schraubte die Tennis-Legende nun auf 20. Major-Titel hinauf.

Tränen bei der Siegerehrung

„Ich bin so glücklich, es ist einfach unglaublich. Heute war ein langer Tag, aufs Finale zu warten, war schwierig. Es ist einfacher, wenn das Match am Tag ist, aber so habe ich den ganzen Tag ans Spiel gedacht“, meinte Federer, ergänzte aber: „Das ist ein absoluter Traum, es ist wie im Märchen, nach dem großartigen Jahr letztes Jahr geht der Traum weiter.“ Und schon kullerten die Tränen über seine Wangen. Gänsehaut pur! Und Verlierer Cilic zog den Hut: „Unglaublich, was du hier wieder vollbracht hast. Ich hatte eine kleine Chance zu Beginn des fünften Satzes, doch Roger spielte unglaublich im Fünften.“

Match war auf Messerschneide

Dabei gestand Federer sehr nervös ins Match gegangen zu sein. Gemerkt hat das in der Rod-Laver-Arena wohl niemand. Der jetzt 20-fache Major-Champion legte einmal mehr los wie die Feuerwehr, schaffte sofort das Doppelbreak und sahnte nach nur 24 Minuten den ersten Satz ein. Doch dann wurde das Match unter geschlossenem Dach ein wahrer Schlagabtausch. Im zweiten Durchgang gab Federer erstmals im Turnier einen Satz ab, zeigte im dritten wieder seine Stärke und sah bei 3:1 im vierten schon wie der sichere Sieger aus. Doch Cilic gewann plötzlich fünf Games in Serie. „Da habe ich die Kontrolle verloren und mir nur gesagt, vergeig das jetzt nicht.“ Das erste Aufschlaggame im Entscheidungssatz war hart umkämpft, Federer brachte seinen Aufschlag durch und spielte auf einmal wieder frei auf. Der souveräne fünfte Satz brachte ihm seinen vielumjubelten 20. Major-Titel und den sechsten Triumph in Melbourne. Auch die Tatsache, dass der Eidgenosse hinter Rafael Nadal auf Rang zwei in der Weltrangliste bleibt, trübte den Jubel nicht.

Foto: Stefan Ruef

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