Venus Williams und Co. raus: Schwarzer Tag für die USA

Zum Auftakt der Australian Open in Melbourne gab es ein wahres Desaster für die USA. Gleich zwölf von 15 US-Profis erwischten einen rabenschwarzen Tag und dürfen gleich wieder ihre Koffer packen. Nur Qualifikant Mackenzie McDonald (gegen Elias Ymer 6:4, 6:3, 4:6, 6:1) und Ryan Harrison (gegen Dudi Sela 6:3, 5:7, 3:6, 7:5, 6:2) bei den Herren sowie Nicole Gibbs (gegen Viktoriya Tomova 6:1, 6:1) bei den Damen retteten die Ehre der USA und schafften es in die zweite Runde.

Nach Festspielen in New York Desaster in Melbourne

Vor allem nach den US-Festspielen bei den US Open in New York im Herbst trauten viele Tennisfans ihren Augen nicht. Mit Sloane Stephens, Coco Vandeweghe und Venus Williams schieden gleich drei der vier Halbfinalisten zum Auftakt aus. Stephens setzte einmal mehr ihren Negativ-Lauf fort und verlor gegen die Chinesin Zhnag Shuai (6:2, 6:7, 2:6) ihr achtes Spiel in Folge. Nicht einmal einen Satz konnte Vandeweghe gegen Timea Babos für sich entscheiden und ging mit 6:7, 2:6 regelrecht „baden“.

Belinda Bencic ist „mega stolz“ auf sich

Die wohl größte Sensation war das Aus von Venus Williams, die für viele zumindest eine Mitfavoritin auf den Titel war. Die mit 37 Jahren und 212 Tagen älteste Teilnehmerin verlor gegen die 17 Jahre jüngere Schweizerin Belinda Bencic mit 3:6 und 5:7. „Mein Spiel war nicht schlecht, aber Belinda war überraschend“, streute Williams, die im Vorjahr erst im Finale von Schwester Serena besiegt wurde, ihrer Gegnerin Rosen. Und diese konnte ihr Glück kaum fassen: „Ich bin mega stolz“, freute sich die Schweizerin über ihren ersten Sieg gegen die „Grand Dame“. Erst vor wenigen Tagen holte Bencic zusammen mit Roger Federer den Hopman Cup. Der „Maestro“ gab seiner Landsfrau offenbar genau die richtigen Tipps. In der Box der 20-Jahrigen saßen übrigens auch die Eltern von Federer und drückten die Daumen.

Rafael Nadal ohne Ärmel und ohne Probleme

Im Gegensatz zu den US-Boys John Isner und Jack Sock, zeigte einer einmal mehr sein Können. Rafael Nadal, der wie vor etlichen Jahren wieder mit einem ärmellosen Shirt am Platz steht, ließ Victor Estrella Burgos aus dem Dominikanischen Republik beim 6:1, 6:1, 6:1-Auftakts-Sieg nur drei Games.

Alle drei Österreicher draußen

Eine ähnlich rabenschwarzen Tag wie die USA, erlebte Österreich. Alle drei rot-weiß-roten Akteure, die am ersten Tag aufgeschlagen haben, hatten keine Chance. Dennis Novak, der sich durch die Qualifikation kämpfte, schaffte gegen den Weltranglisten-Dritten Grigor Dimitrov am Centercourt nur sechs Games. „Eine coole Erfahrung. Aber ich war überfordert“, gestand der Busenfreund von Dominic Thiem. Der wiedergesehene Andreas Haider-Maurer hielt gegen Alexandr Dolgopolow einen Satz gut mit, verlor aber 6:7 (3), 3:6, 4:6. Gerald Melzer gewann gegen Nikolaus Basilaschwili immerhin einen Satz, konnte nach der 3:6, 4:6, 6:2, 3:6-Niederlage und der dritten Auftaktpleite beim dritten Grand Slam aber nicht zufrieden sein.

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