Verhasster „Verräter“ nach Doping für 15 Jahre gesperrt

Doping Symbolfoto: flashpics - Fotolia.com

Seine Kollegen nennen ihn „Verräter“, „Spitzel“, „Spion“, „Gesetzloser“ oder „Aussätziger“: Der US-Boy Wayne Odesnik gilt als einer der mit Abstand gehasstesten und unbeliebtesten Spieler auf der ATP Tour. Doch nun dürfte der 29-Jährige aber wohl endgültig von der Bildfläche verschwinden. Dem Amerikaner wurde nämlich bereits zum zweiten Mal ein Vergehen gegen die Anti-Doping-Regeln nachgewiesen, weshalb er für 15 Jahre gesperrt wurde.
Wayne Odesnik ist erneut ein Vergehen gegen die Anti-Doping-Regeln nachgewiesen und für 15 Jahre gesperrt worden. Gegen dieses Urteil wird der gebürtige Südafrikaner noch vor dem Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne Berufung einlegen.

Sperre läuft im Jahr 2030 aus

Laut der US-Anti-Doping-Agentur USADA und des internationalen Tennisverbandes ITF gilt die Sperre sowohl für nationale, als auch für ITF- und ATP-Veranstaltungen und läuft bis zum Jahr 2030. Odesnik wäre dann 44 Jahre alt.

Drei verbotene Substanzen gefunden

Die USADA fand bei der aktuellen Nummer 267 der Welt Mitte Dezember und Mitte Jänner in insgesamt drei Proben das Anabolikum Methenolon, 5a-Androst-2-ene-17-on (ein Steroid) sowie das Wachstumshormon GHRP-6. Odesnik wurden daher auch sämtliche Punkte und das Preisgeld in der laufenden Saison gestrichen.

Bereits 2010 erstmals erwischt

Odesnik wurde bereits im Januar 2010 von der australischen Zollbehörden in Brisbane mit acht Ampullen des Wachstumshormons HGH im Gepäck erwischt. Zwar gab er damals zwar zu, sich diese in den USA beschafft zu haben, stritt aber vehement ab, diese selbst verwendet zu haben. Dafür wurde der Tennisprofi von der ITF zwei Jahren gesperrt. Weil er angeblich als „Kronzeuge“ gegen den später wegen Wettbetrugs lebenslang gesperrten Österreicher Daniel Köllerer ausgesagt haben soll, wurde die Sperre auf ein Jahr halbiert. Dies ist wohl auch ein Grund, weshalb er bei anderen Spielern nicht besonders gut angesehen ist.

Foto: flashpics – Fotolia.com (Symbolfoto)

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