Verletzter Federer verzichtet auf Finale: Djokovic Champion

Roger Federer French Open Foto: Stefan Ruef

Schock für alle Fans von Roger Federer: Der Schweizer musste nach seinem Halbfinal-Krimi gegen Stan Wawrinka verletzungsbedingt auf das Traumfinale der ATP World Tour Finals in der Londoner O2-Arena gegen Novak Djokovic verzichten. Bereits um 15 Uhr hätte der Maestro auf Trainingsplatz Nummer 1 ein paar Bälle schlagen sollen – doch er kam nicht. Als auch eine halbe Stunde später vom Eidgenossen weit und breit nichts zu sehen war, machten erste wilde Gerüchte die Runde. Diese bestätigten sich nur ein paar Stunden später. Federer zwickte es im Rücken. „Ich habe mich beim Spiel gegen Stan Wawrinka am Rücken verletzt. Es tut mir leid, aber ich kann auf diesem Niveau heute nicht spielen. Ich wollte euch das persönlich mitteilen. Ich hoffe, ich kann im nächsten Jahr wieder hier spielen“, erklärte der ehemalige Weltranglisten-Erste den Fans in der ausverkauften Arena. Er habe sogar Schmerzmittel eingenommen. Aber alles half nichts – eine halbe Stunde vor dem Finale gab er seinen Verzicht bekannt. Erst die dritte Aufgabe in der langen Karriere des Maestros. Im Jahr 2008 hatte er in Paris-Bercy auf das Viertelfinale gegen James Blake verzichtet, 2012 auf das Halbfinale in Doha gegen Jo-Wilfried Tsonga. Durch die Aufgabe des Schweizers holte sich Djokovic kampflos seinen vierten Masters-Sieg. Anstatt dem Finale furioso bekamen die Menschen in der Halle eine Schaukampf zwischen Djokovic und Andy Murray zu sehen.

Schweiz bangt um Federers Einsatz bei Davis Cup Finale

Nicht verraten hat Federer, wie schwerwiegend die Verletzung ist – und das nur fünf Tage vor dem Davis-Cup-Finale gegen Frankreich in Lille. Ohne ihren Tennis-Helden wäre die Schweiz wohl ohne Chance gegen Tsonga, Monfils und Co.

Bryan Brothers holten ihren vierten Titel

Im Doppel setzten sich die Favoriten durch. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gewannen Bob und Mike Bryan im Finale gegen Ivan Bodig aus Kroatien und dem Brasilianer Mercello Melo mit 6:7 (5), 6:2 und 10:7 und holten sich damit ebenfalls ihren vierten Titel bei den World Tour Finals.

Foto: Stefan Ruef

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