Verrücktestes Turnier des Jahres: Thiem gewinnt 250.000 $

thiemtiebreak

Es dauerte nur rund zweieinhalb Stunden und war wohl das verrückteste Tennis-Turnier des Jahres! Im Vorfeld der Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle kämpften Lokalmatador Dominic Thiem, der Weltranglisten-Zweite Andy Murray, „Tennis-Ali“ Jo-Wilfried Tsonga, der Deutsche Tommy Haas, Legende Goran Ivanisevic und Wimbledon-Sensations-Qualifikant Marcus Willis bei einem Tiebreak-Turnier um 250.000 US-Dollar. Besonders spannend: „The winner took it all!“

3500 Zuschauer von Turnierformat begeistert

Und einer konnte beim Blitzturnier, das sich „Tie Break Tens“ nennt, ordentlich Selbstvertrauen tanken. In beeindruckender Manier setzte sich Dominic Thiem gegen seine Kontrahenten durch und durfte sich am Ende über den lukrativen Siegerscheck freuen. Im Endspiel dieses ausschließlich in Match-Tiebreaks (auch Champions-Tiebreaks genannt) ausgetragenen Wettbewerbs setzte sich der groß aufspielende Niederösterreicher gegen Olympia-Sieger Murray mit 10:5 durch, nachdem er bereits in der Vorrunde (10:4 gegen Tsonga und 10:3 gegen Haas) sowie im Semifinale (10:5 gegen Ivanisevic) seinen Gegnern vor 3500 Zuschauern nicht den Hauch einer Chance gelassen hatte.

Niederösterreicher will Teil des Preisgeldes spenden

„In erster Linie freue ich mich darüber, dass ich mich auf dem Platz wieder richtig gut fühle. Mir hat natürlich geholfen, dass ich schon seit Mittwoch hier trainiere. Das war in den letzten Jahren ja nie der Fall, weil ich immer direkt von den Turnieren aus Asien nach Wien gekommen bin. Jetzt habe ich endlich einmal eine längere Vorbereitungszeit, und das hat sich heute schon bezahlt gemacht“, resümierte ein glücklicher Thiem, der bei der Siegerehrung verkündete, einen Teil des Preisgeldes spenden zu wollen. „Das ist ein Super-Sieg, man muss aber auch ganz klar sagen, dass es erst am Dienstag so richtig ernst für mich wird. Ich hoffe, dass ich so weiter machen kann wie heute. Vielversprechend war, wie ich den Ball am Schläger gehabt, serviert und returniert habe. In einem langen Match hängt auch viel von der Konzentration und der körperlichen Fitness ab, aber ich bin für Dienstag guter Dinge“, ergänzte der Weltranglisten-Zehnte, der zum Auftakt auf Landsmann Gerald Melzer trifft.

Zweite Pleite bei Blitzturnier für Murray

Einer konnte den Tennisfans nach dem Blitzturnier in der Wiener Stadthalle fast ein bisschen Leid tun – Andy Murray. Der Schotte verlor im vergangenen Dezember bei der Premiere von „Tie Break Tens“  in der Londoner Royal Albert Hall im Finale gegen Landsmann Kyle Edmund und verpasste somit insgesamt bereits eine halbe Million US-Dollar. Murray wird es aber wohl verschmerzen können …

Foto: Bildagentur Zolles KG

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