Wawrinka verpasst Neuauflage von French-Open-Endspiel

Stanislas Wawrinka Basel Foto: Samuel Thurner

Alle hatten sich im Halbfinale von Wimbledon schon auf eine Neuauflage des Endspiels der French Open zwischen Novak Djokovic und Stan Wawrinka gefreut. Doch einer hatte etwas dagegen und sorgte dafür, dass es der Schweizer auch im elften Anlauf nicht in die Runde der letzten vier an der Church Road schafft. Richard Gasquet setzte sich im Duell der Spieler mit der wohl schönsten einhändigen Rückhand auf der Tour in einem hochdramatischen Match mit 6:4, 4:6, 3:6, 6:4 und 11:9 durch.

„Ich habe gekämpft und gekämpft“

Wawrinka und Gasquet lieferten sich 3 Stunden und 28 Minuten eine packende Auseinandersetzung, die am Ende von den Zuschauern mit Standing Ovation gewürdigt wurde. „Das ist ein unglaublicher Sieg für mich. Ich wollte unbedingt gewinnen und habe gekämpft und gekämpft“, erklärte der Franzose nach dem Match.

Gasquet mit besserem Ende bei Nervenschlacht

Schon zu Beginn nutzte er seine Chancen eiskalt aus und nahm Wawrinka als erster Spieler einen Satz im Laufe des Turnieres ab. Doch „Stan The Man“ ließ sich davon nicht beunruhigen, schraubte seine Fehlerquote stetig nach unten und ging plötzlich mit 2:1 Sätzen in Führung. Wer nun glaubte, dass der Eidgenosse den Sack nur mehr zumachen müsse, der irrte. Gasquet zeigte mit fabelhaften Tennis sein Talent und konnte in Sätzen erneut ausgleichen. Das Match ging also von neuem los. Bereits im ersten Game wehrte der Schützling von Sergi Bruguera und Sebastian Grosjean einen Breakball ab und servierte nach dem Break zum 5:3 schon aufs Match. Doch der Siegesjubel musste warten. Denn postwendend kassierte der Franzose das Rebreak. Bei 9:9 hatte plötzlich Wawrinka eine Breakchance, konnte diese aber nicht nützen und geriet in seinem nächsten Aufschlagspiel rasch mit 0:40 in Rückstand. Der French-Open-Sieger konnte zwar noch zwei Matchbälle abwehren, doch drei waren einer zu viel. Eine Rückhand des Schweizers segelte ins Aus.

Knaller Federer gegen Murray im Halbfinale

Damit trifft Gasquet im Halbfinale auf Branchenprimus Novak Djokovic, der in seinem Viertelfinale gegen den Kroaten Marin Cilic mit 6:4, 6:4 und 6:4 wenig Mühe hatte. Im zweiten Semifinale kommt es zum Kracher zwischen Roger Federer und Andy Murray. Der Schweizer ließ dem Franzosen Gilles Simon bei seinem 6:3, 7:5, 6:2-Triumph nicht den Hauch einer Chance. Lokalmatador Murray feierte mit einem 6:4, 7:5, 6:4-Erfolg gegen den Kanadier Vasek Pospisil seinen 150. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.

Foto: Samuel Thurner

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