Weltstar Kerber in TV-Show als „Hackfresse“ beleidigt

Ob das ein rechtliches Nachspiel haben wird? Ex-Fußballer Thorsten Legat, der zuletzt durch seine Teilnahme an der zehnten Staffel der RTL-Reality-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Schlagzeilen machte, sorgte mit einem derben Spruch nicht nur bei Tennisfans für Kopfschütteln.

Erstaunliche Defizite in der Politik

Bei der Pro7-Show „Schlag den Star“, wo der ehemalige Kicker gegen Fitnesscoach Detlef D! Soost antrat, musste Legat und sein Kontrahent beim Spiel „Wer ist das?“ Prominente erraten, deren Bild eingeblendet wurde. Doch anstatt schnelle Antworten erhielt Moderator Elton ausschließlich lange Gesichter. Vor allem in der Politik zeigten die beiden „Stars“ außergewöhnliche Defizite. So wurde etwa der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier von Soost mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer verwechselt.

Faux-pas machte sogar Elton sprachlos

Doch dann schoss Legat den Vogel ab. Als letzte Prominente wurde Tennis-Queen Angelique Kerber eingeblendet. Doch der ehemalige Sportler erkannte die Weltranglisten-Erste, die in diesem Jahr mit den Australian Open und den US Open sogar zwei Grand-Slam-Titel holte, nicht. Im Gegenteil: „Was ist das für ’ne Hackfresse“, sprudelte es aus Legat heraus. Entsetztes Raunen im Publikum, das Kerber natürlich längst erkannt hatte. Und auch der sonst wortgewandte Elton war für ein paar Sekunden sprachlos. In allerletzter Sekunde fiel Soost dann doch noch die richtige Antwort ein. Der Tänzer und Choreograf, der zwischen 2000 und 2012 als Jurymitglied und Coach in der Castingshow „Popstars“ bekannt wurde, gewann am Ende die Show. Doch das wurde nach diesem Faux-pas zur Nebensache. Da half auch nichts mehr, dass Legat versuchte seine beleidigenden Worte zu beschwichtigen. „Dachte das wäre die vom Dschungel“, meinte der ehemalige Fußballprofi, der in seinen 243 Bundesligaspielen unter anderem bei Werder Bremen und Schalke 04 kickte.

Entschuldigung über Facebook

Die Aussage ist wohl leider ein trauriges Beispiel, dass Kerber in Deutschland wohl doch keinen Tennis-Boom wie seinerzeit Boris Becker und Steffi Graf auslöste. Denn den 17-jährigen Becker kannte nach seinem Coup 1985 in Wimbledon so gut wie jeder Deutsche – vor allem Sportlerkollegen. Legat hat sich mittlerweile bei der deutschen Nummer eins über Facebook entschuldigt. „Ich kann mir die Beleidigung nur so erklären, dass ich durch den schlechten Start in den Wettbewerb dermaßen gefrustet war, dass ich – schlimm genug, dass ich sie nicht erkannt habe – meine miese Laune zum Ausdruck gebracht habe mit einem fürchterlich dummen Spruch. Das tut mir unsagbar leid und ich möchte mich dafür bei Angelique Kerber – unserer Nummer 1 im Tennis – in aller Form entschuldigen. So etwas darf mir nicht passieren! Ich bin am Boden zerstört! Ich hoffe, Angelique Kerber und Ihr verzeiht mir meinen verbalen Ausrutscher?!“

Foto: facebook/Angelique Kerber (Screenshot)

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