What a match! Murray zittert sich mit Krimi-Sieg ins Finale

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Er wankte, aber er fiel nicht! In einem wahren Halbfinal-Drama gewann Andy Murray bei den ATP World Tour Finals in der Londoner O2-Arena gegen Milos Raonic mit 5:7, 7:6 (5), 7:6 (9) auch sein 23. Match in Serie und steht erstmals im WM-Endspiel. Dort geht es gegen den Serben Novak Djokovic im direkten Duell um die Nummer eins der Welt am Jahresende oder gegen den Japaner Kei Nishikori.

Mit 3:38 Stunden längstes Match der WM-Geschichte

Das Semifinale war für Murray ein absoluter Willenssieg. Mit dem drei Stunden und 20 Minuten-Sieg gegen Nishikori stand der Schotte in diesem Jahr bereits in der Gruppenphase im bislang längsten Match der Masters-Geschichte auf dem Platz. Nun wurde ein neuer Rekord draufgelegt – und das ausgerechnet gegen Aufschlagmonster Raonic, bei dem ein Servicegame schon einmal nur knapp eine Minute dauern kann. Drei Stunden und 38 Minuten fighteten die beiden Kontrahenten um jeden Ball – und jeder einzelne davon war wichtig.

Raonic vergab am Ende sogar einen Matchball

Nachdem der zweifache Olympiasieger den ersten Satz mit einem Doppelfehler zum 5:7 beendete und im zweiten Durchgang bereits mit Break zurück lag, glaubten wohl nur wenige seiner Landsleute an ein Finale mit britischer Beteiligung. Doch der „Highlander“ biss sich in die Finger, motzte mit seiner Box und drehte die Partie. Besonders im dritten Satz war die Begegnung an Dramatik kaum noch zu überbieten. Murray schlug beim Stand von 5:4 und 6:5 gleich zwei Mal auf das Match auf – doch der kanadische Wimbledon-Finalist schlug mit zwei Rebreaks zurück. Das Tiebreak musste schlussendlich den Krimi entscheiden. Und auch in diesem musste die aktuelle Nummer eins der Welt einen Matchball abwehren, ehe er seinen insgesamt vierten Matchball zum Final-Einzug nutzte.

Foto: Samuel Thurner

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