Wimbledon-Pleite: Djokovic verpasst sich zu „vergolden“

Novak Djokovic Basel Foto: Samuel Thurner

Nach dem Triumph bei den Australian Open in Melbourne und seinem ersten Sieg bei den French Open in Paris war eigentlich alles angerichtet. Novak Djokovic hatte für einige seiner Anhänger den Grand Slam schon in der Tasche und manche spekulierten sogar schon mit dem „Golden Slam“ (alle vier Major-Titel plus Olympia-Gold in einem Jahr). Doch Steffi Graf bleibt (vorerst) der einzige Tennisprofi, dem dieses Kunststück gelang (im Jahr 1988). Dabei war die wohl einmalige Chance für den Serben sich zu „vergolden“ enorm groß.

Erste Niederlage nach 30 Siegen in Serie

Doch es kam alles anders: Völlig unerwartet zerplatzte bereits in der dritten Runde des Rasen-Klassikers von Wimbledon der Traum des Weltranglisten-Ersten. Der „Djoker“ scheiterte sensationell an US-Boy Sam Querrey mit 6:7, 1:6, 6:3 und 6:7. Erstmals seit 30 Grand-Slam-Partien ging der Schützling von Boris Becker nicht als Sieger in die Kabine ging. Und er schied dabei so früh aus, wie seit sieben Jahren nicht mehr bei einem Grand-Slam-Turnier. „Das ist Sport“, meinte der ansonsten wortgewandte und informationsfreudige Djokovic kurz angehalten. Die Enttäuschung war einfach zu groß. „Aber ich habe zum Glück eine Familie und auch ein Leben abseits vom Tennis.“

Serbe nicht ganz gesund?

Dennoch zollte der Branchenprimus seinem Kontrahenten Respekt: „Sam spielte auf einem sehr hohen Level und verdient den Sieg. Er hat mich einfach überpowert. Zudem spürte ich die Bälle nicht so gut wie normal“, so der Serbe, der offenbar nicht ganz gesund gewesen sein will. „Aber es ist nicht der Ort und die Zeit, um darüber zu sprechen.“

Foto: Samuel Thurner

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