Wimbledon schon vorbei: Thiem ging zum Auftakt baden

Das vielzitierte „Horror“-Los hat sich bewahrheitet: Für Dominic Thiem ist in der ersten Runde von Wimbledon Endstation. Der Österreicher zog gegen US-Boy Sam Querrey mit 7:6, 6:7, 3:6 und 0:6 den Kürzeren. Besonders bitter: Im zweiten Satz ließ der Schützling von Nicolas Massu zwei Chancen zur 2:0-Satzführung liegen. Doch der Halbfinalist von 2017 holte sich auch mit etwas Glück den Satzausgleich.

Viele verpasste Breakchancen
Mitte des dritten Satzes kippte das Match dann endgültig. Thiem erspielte sich beim Stand von 3:3 seinen insgesamt sechsten Breakball, doch die Nummer vier der Welt konnte daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Querrey holte sich mit seiner ersten Breakchance den Aufschlag des Lichtenwörthers und ging mit 5:3 in Führung und holte sich den dritten Satz.

Nullnummer zum Abschied
Noch ahnte niemand, dass Thiem kein einziges Game mehr machen wird. Schnell zog der US-Amerikaner mit Doppel-Break mit 3:0 davon. Österreichs Nummer eins konnte sich nicht mehr aufbäumen und wurde fast noch „abgewatscht“.

„Enttäuscht, aber nicht am Boden zerstört“
„Die Pause, die ich mir nach den French Open gegönnt habe, war richtig. Ich habe für den Rest der Saison meinen Akku aufgeladen. Auch wenn Wimbledon jetzt vielleicht zu kurz gekommen ist“, wird Thiem von der „Kronenzeitung“ zitiert. Die Niederlage tue klarerweise weh, aber komplett am Boden zerstört sei er nun nicht. In Hamburg und Kitzbühel möchte Thiem auf Sand wieder aufgeigen.

Kein Novak-Märchen wie im Vorjahr
Auch Kumpel Dennis Novak muss nach überstandener Quali bereits nach der ersten Runde im Hauptfeld die Koffer packen. Dabei holte sich der Schützling von Günter Bresnik gegen den Ungarn Marton Fucsovics wie Thiem den ersten Satz. „Im zweiten bin ich dann ein bisschen passiver geworden“, gestand der 25-Jährige. Nach dem Satzausgleich schien Novak den Faden verloren zu haben. Doch der Niederösterreicher kämpfte sich nach einem 2:5-Rückstand zurück und stellte auf 6:5. Doch Fucsovics holte sich den Tiebreak und nach zwei Stunden und 33 Minuten das Match. Der Ungarn gewann mit 3:6, 6:4, 7:6 und 6:2. „Es wäre sicher mehr drinnen gewesen, wenn ich besser serviert hätte“, zeigte sich Novak nach der Niederlage enttäuscht. Bitter vor allem deshalb, weil Österreichs Nummer zwei nach der dritten Runde im Vorjahr wichtige Punkte in der Weltrangliste verliert.

Foto: Samuel Thurner

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