Wimbledon-Sensation Ofner schafft auch in Kitz Sensation

Es war sein erstes Mal – und das auch noch Zuhause! Aber Nervosität kennt Sebastian Ofner offenbar keine. Denn der Sensationsmann von Wimbledon hat auch bei seiner Premiere auf der ATP-Tour gerockt und zum Auftakt der Generali Open in Kitzbühel wohl viele überrascht. Der 21-Jährige, der dank einer Wildcard im Hauptbewerb des Sandplatz-Klassikers aufschlagen darf, warf gleich einmal Vorjahresfinalist Nikoloz Basilaschwili aus dem Bewerb. Der Georgier gab beim Stand von 5:7 und 0:3 aus seiner Sicht auf.

„Ich bin total happy“

„Ich habe gegen ihn ja absolut nichts zu verlieren“, meinte Ofner vor dem Match. Und er spielte vor den Augen von seinen Coachs Andreas Fasching und Günter Bresnik, seinen Eltern Gabriele und Jörg sowie Streif-Dominator Dominik Paris befreit und teilweise stark auf. Der rot-weiß-rote Shootingstar lag zwar schnell mit 0:2 in Rückstand, schaffte aber postwendend das Rebreak und konnte das hohe Tempo seines Gegner mitgehen. In der entscheidenden Phase des ersten Satzes machte Ofner im Gegensatz zu Basilaschwili keinen Fehler mehr und servierte nach 50 Minuten den ersten Durchgang aus. Nach zwei Breaks im zweiten hatte der Geogier genug und gab auf. „Ich bin total happy. Vor allem wie ich im ersten Satz gespielt habe. Ich war voll fokussiert, zeigte außer ein paar kleinen Hängern das was ich kann.“

Nun wartet der Topgesetzte

Was er kann, muss Ofner nun auch am Mittwoch zeigen. Dort trifft der neue Publikumsliebling nämlich auf die Nummer eins des Turniers, Pablo Cuevas aus Uruguay. Und wer weiß, vielleicht schafft der Youngster die nächste Sensation. „Die Atmosphäre war jedenfalls gigantisch. Ich werde das Match genießen.“

Gerald Melzer müde, aber zuversichtlich

Genießen möchte bereits am Dienstag auch der zweite Lokalmatador die Anfeuerungsrufe von den Rängen. Und Gerald Melzer, der im Vorjahr in der Gamsstadt bis in Halbfinale vorstoßen konnte, kommt nach einer bisher verkorksten Saison doch noch mit breiter Brust nach Kitzbühel. Beim Challenger im italienischen Ski-Mekka Cortina holte er sich den Doppeltitel und stand im Einzel im Finale. „Es steckt noch Müdigkeit in mir, aber zumindest muss ich mich nicht auf die Höhe einstellen“, schmunzelt der jüngere Bruder von Jürgen Melzer. In Cortina auf rund 1200 Meter sind die Bedingungen nämlich noch extremer als am Fuße des Hahnenkamms mit 762 Metern. Melzer trifft zum Auftakt auf den starken Argentinier Carlos Berlocq.

Qualifikant als Tiebreak-König

Mit der Höhe scheint auch der Serbe Miljan Zekic keine Probleme zu haben. Der Qualifikant steht nämlich wie Ofner, Joao Sousa, Landsmann Dusan Lajovic und Thomaz Bellucci bereits in der zweiten Runde. Und das mit besonders kuriosen Ergebnissen. Denn sowohl im Quali-Finale gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas, als auch in der ersten Runde gegen den Russen Andrey Kuznetsov siegte Zekic jeweils zwei Mal im Tiebreak.

Fotos: GEPA pictures/ Andreas Pranter (3), Samuel Thurner (1)

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