WTA will Anfeindungen gegen Sharapova stoppen

Maria Sharapova Pressekonferenz Stuttgart, Foto: Samuel Thurner

„Sie ist eine total unsympathische Person. Arrogant, eingebildet und kalt“, meinte etwa die Slowakin Dominika Cibulkova nach der Dopingbeichte von und über Maria Sharapova. Und auch die Französin Kristina Mladenovic nahm sich wie viele andere Spielerinnen kein Blatt vor den Mund. „Wir alle denken, dass sie eine Betrügerin ist. Sie hat keine Ausreden, keine Verteidigung. Sie kann mit Wörtern spielen, gute Anwälte holen, aber im Prinzip liegt sie falsch. Maria wurde in der Kabine nie gemocht.“ Kaum eine Gegnerin auf der WTA Tour nahm die Russin in Schutz oder fand aufbauende Worte. Nicht einmal Genie Bouchard, für die Sharapova stets ein großes Vorbild war. „Ich war schockiert und enttäuscht. An das Idol in deiner Kindheit zu denken und dich zu fragen, ob es nur eine Lüge war, hat mich getroffen“, meinte die Kanadierin.

Maulkorb für Cibulkova und Co.

Nun will die WTA die ehemalige Nummer eins der Welt offenbar vor weiteren Anfeindungen schützen. Laut einem Bericht des Schweizer Boulevardblattes „Blick“ soll sich die Profi-Vereinigung in einem E-Mail an die Spielerinnen gewandt haben. Darin wurden die Damen dazu aufgefordert, sich nicht mehr zum Fall Sharapova zu äussern. Den weiblichen Stars wie Cibulkova und Mladenovic wurde de facto einen Maulkorb verpasst. Ob sich Marias Konkurrentinnen, nachdem diese von der Anti-Doping-Behörde WADA für zwei Jahre gesperrt wurde, daran halten, wird sich zeigen. Sharapova hat beim internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne jedenfalls gegen die Sperre Berufung eingelegt.

Foto: Samuel Thurner

Noch keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Required
Required
Optional

XHTML: Du kannst diese Elemente nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>