Zu nervös: Österreicher-Trio zum Auftakt in Wien out

Im Bild Miedler, Ernests Glubis (LAT) besiegt Lucas Miedler (AUT), Erste Bank Open 2015, Wiener Stadthalle; Copyright: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger, 19.10.2015 Honorarfreier Abdruck zur redaktionellen Berichterstattung über die Erste Bank Open 2015

Es war nicht der Tage der Österreicher beim Erste Bank Open. In der Wiener Stadthalle schied am ersten Tag des Hauptbewerbes sowohl Qualifikant Lucas Miedler, als auch die beiden mit einer Wildcard ausgestatteten Dennis Novak und Gerald Melzer aus. Für das rot-weiß-rote Trio schien der Heimvorteil eher belastend gewesen zu sein.

Lucas Miedler legte Talentprobe ab

Trotz seines Aus kann aber zumindes Lucas Miedler mit einem Lächeln die Österreichische Hauptstadt wieder verlassen. Der Lokalmatador, der zuvor noch nie in einem ATP-Hauptbewerb stand, zeigte nach einer erfolgreichen Qualifikation, dass er auch mit den Großen mithalten kann und legte eine wahre Talentprobe ab. Der 19-Jährige verlangte dem Letten Ernests Gulbis, ehemalige Nummer zehn der Welt, alles ab und konnte sogar den zweiten Satz für sich entscheiden. „Ich habe noch nie gegen so gute Leute gespielt und einfach nicht viel darüber nachgedacht. Von dem her bin ich jetzt einfach froh, dass ich gesehen habe, dass ich mit solchen Spielern mithalten kann“, zeigte sich Miedler erfreut. Am Ende setzte sich Gulbis aber nach einer Stunde und 48 Minuten mit 6:3, 2:6 und 6:3 durch. Neben der tollen Erfahrung darf sich der junge Österreicher auch über 20 Punkte für die Weltrangliste und 12.000 Euro Preisgeld freuen.

Enttäuschter Novak verlor gegen Altstar Stepanek

Mehr als enttäuscht zeigte sich hingegen Dennis Novak nach der Niederlage gegen Altstar Radek Stepanek. Nachdem der Schützling von Günter Bresnik heuer in Kitzbühel zum ersten Mal einen Sieg auf der ATP-Tour feiern konnte, blieb ihm bei seinem ersten Auftritt im Hauptbewerb in der Wiener Stadthalle sogar ein Satzgewinn verwehrt. Die ehemalige Nummer acht der Welt aus Tschechien setzte sich in 80 Minuten gegen den jungen Österreicher mit 6:4 und 6:3 durch. „Ich habe leichte Fehler gemacht“, meinte Novak nach seiner Niederlage. „Ich war auch sehr nervös. Viele Freunde und die Familie waren da. Das motiviert ja eigentlich, aber ich war eben auch angespannt.“

Dritte Auftaktniederlage in Wien für Gerald Melzer

Kein guter Boden scheint Wien für Gerald Melzer zu sein. Auch bei seinem dritten Antreten in der Stadthalle musste sich der jüngere Bruder von Jürgen Melzer wie schon 2013 und 2014 mit einer Auftaktniederlage abfinden. Der Deutsch-Wagramer verlor nach 73 Minuten gegen den Tschechen Jiri Vesely mit 4:6 und 3:6.  „Es ist schade. Ich habe mich für mein eigenes Befinden extrem unter Wert geschlagen. Ich war zu inkonstant.“ Melzer fühlte sich auch ein wenig dadurch belastet, dass ihm durch die Wildcard Vertrauen entgegengebracht wurde und er Lokalmatador war. „Ich war viel nervöser als sonst. Ich muss künftig einfach besser damit umgehen, dass ich die halbe Halle kenne.“ Da half auch das Daumendrücken von Bruder Jürgen und dessen Neo-Freundin und Ex-Schwimmerin Fabienne Nadarajah nichts.

Hoffnungen liegen nun auf Thiem und Haider-Maurer

In Wien liegen Österreichs Einzelhoffnungen nun auf Dominic Thiem und Andreas Haider-Maurer. Österreichs Nummer eins tifft am Dienstag auf den Polen Jerzy Janowicz. Haider-Maurer bekommt es mit der Nummer zwei des Turniers, dem Südafrikaner Kevin Anderson, zu tun.

Aufschlagmonster zu stark für Südtiroler Seppi

Die Koffer packen muss nach der ersten Runde übrigens auch der Südtiroler Andreas Seppi. Er verlor nach einer Stunde und 22 Minuten gegen Aufschlagmonster Ivo Karlovic mit 7:6 (5) und 6:3.

Foto: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Martin Steiger

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