Zverev bescherte Europa beim Laver Cup den dritten Titel

Es war erneut ein gigantisches Spektakel! Auch die dritte Auflage des Laver Cups – nach der Premiere vor zwei Jahren in Prag und dem Event im Vorjahr in Chicago – wurde von den Tennisfans gefeiert. Denn die Zuschauer in Genf bekamen hochdramatische Matches geboten.

Europa zunächst in Front
Und das, obwohl nach dem ersten Tag alles – wie auf dem Papier – nach einer souveränen Angelegenheit für das Team Europa aussah. Nach Siegen von Dominic Thiem (gegen den Kanadier Denis Shapovalov, von Stefanos Tsitsipas (gegen US-Boy Taylor Fritz) und vom Duo Roger Federer und Alexander Zverev (gegen Shapovalov und Jack Sock) sowie der Niederlage von Fabio Fognini gegen Sock, stand es nach Tag eins 3:1 für das Team von Björn Borg.

Welt-Auswahl kann verkürzen
An Tag zwei – bei dem es zwei Punkte pro Sieg einzufahren galt – konnten die Europäer zunächst ihre Erfolgsquote nicht fortsetzen. Der Deutsche Zverev verlor überraschend gegen US-Boy John Isner. Federer und Rafael Nadal brachten Team Europa aber wieder zurück auf die Siegerstraße. Beide Superstars gewannen ihre Einzel (gegen den Australier Nick Kyrgios bzw. den Kanadier Milos Raonic). Doch das Doppel Sock/Kyrgios schickte Nadal und Tsitsipas baden. Das Team von John McEnroe verkürzte damit auf 7:5.

Federer packt plötzlich bestes Tennis aus
Der dritte Tag mit drei Punkten pro Matchgewinn garantierte also Spannung pur. Und die Tennisfans wurden nicht enttäuscht. Nachdem Sock/Isner die Paarung Federer und Tsitsipas – der den verletzen Nadal ersetzte – zunächst in drei Sätzen niederringen könnte, lag Team Welt erstmals in Führung.  Und diese konnte Taylor Fritz ausbauen. Der US-Boy siegte gegen Dominic Thiem mit 7:5. 6:7 (3) und 10:5. Isner hatte die Chance, den Sack gegen Federer zu zumachen. Und der Aufschlaggigant sah sich Lokalmatador Federer klar in der Außenseiterrolle. Doch der „Maestro“ packte sein bestes Tennis aus und gewann 6:4, 7:6 (3).

Nichts für schwacher Nerven
Das letzte Match musste schließlich über den Titel entscheiden. Zverev holte Satz eins mit 6:4, verlor aber den zweiten Durchgang 3:6. Ein Matchtiebreak musste also die Entscheidung des Laver Cup 2019 bringen. Und darin zeigte Zverev, wie schon 2018 in Chicago Nervenstärke. Erneut war es der Deutsche, der Team Europa den Titel sicherte. Zverev siegte 6:4, 3:6, 10:4 und durfte zum bereits dritten Mal die Trophäe in die Hohe stemmen.

Wiedersehen in Boston
Im kommenden Jahr will das Team von Björn Borg den vierten Titel in Serie holen. Gespielt wird in Boston. Die Vorfreude bei den Tennisfans ist jetzt schon groß.

Fotos: Samuel Thurner

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