Zwist in Österreichs Verband: Papa-Thiem zieht Spieler ab

In Premstätten bei Graz jubelten die Schützlinge von Stefan Koubek über den Sieg im Davis Cup gegen Uruguay und die damit verbundene erstmalige Teilnahme beim Finalturnier in Madrid. Doch die Freude über den Erfolg war noch gar nicht verstummt, da zogen schon graue Wolken beim Österreichischen Tennisverband auf.

Spieler werden abgezogen
Der seit Wochen und Monaten anhaltende Machtkampf innerhalb des ÖTV scheint zu eskalieren – mitten drin Wolfgang Thiem, Vater der Nummer drei der Welt Dominic Thiem. Laut der „Kronen Zeitung“ kündigte der eigentlich als neuer Sportdirektor gehandelte Niederösterreicher an, seine Spieler aus dem Bundesleistungszentrum in der Südstadt abzuziehen und sich „Better Tennis“ anzuschließen. Eine Ansage, die auch dramatische Folgen für das Davis-Cup-Team haben könnte. Denn neben Sohnemann Dominic hat Thiem Senior mit Dennis Novak, Jurij Rodionov und Sebastian Ofner gleich drei Spieler unter seinen Fittichen. Vielleicht sieht man Österreichs beste Tennisspieler in ihrer Heimat dann nur mehr bei den Erste Bank Open in Wien oder den Generali Open in Kitzbühel.

ÖVP-Politiker neuer Präsident?
Im ÖTV soll man sich geeinigt haben, dass in Zukunft alle neun Landespräsidenten und maximal drei externe Personen im Vorstand sitzen werden. Als neuer Präsident sei ÖVP-Politiker Reinhold Lopatka vorgesehen. Für Wolfgang Thiem dürfte daher kein Platz innerhalb der Verbandsspitze sein.

Foto: e-motion/Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

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