Zwölf Matchbälle abgewehrt und dennoch Finale verpasst

KITZBUEHEL,AUSTRIA,22.JUL.16 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows Gerald Melzer (AUT). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Es war zum Verzweifeln! Gerald Melzer verpasste bei den Generali Open in Kitzbühel in seinem zweiten ATP-Semifinale die Riesenchance erstmals in ein Endspiel einzuziehen. Vor den Augen seines Bruders Jürgen, den er am Tag zuvor sensationell besiegen konnte, erspielte sich der Jüngere der Melzer-Bruder im ersten Durchgang gegen den Italiener Paolo Lorenzi drei Satzbälle – konnte aber keinen verwerten und verlor den Satz noch im Tiebreak 4:7. „Da bin ich an meinen Nerven gescheitert, hab immer wieder irgendeinen Blödsinn gemacht.“ Es folgte eine Regenpause.

Defensiv-Taktik von Lorenzi führte zum Erfolg

Als sich die Wolken wieder aus der Gamsstadt verzogen haben, erlebten die Fans im erneut ausverkauften Stadion ein wahres Drama. Mit „Mondbällen“ versuchte Lorenzi immer wieder den Rhythmus des Österreichers zu brechen und wartete geduldig auf Fehler. Die Defensiv-Taktik ging auf. Zwar konnte Gerald Melzer beim Stand von 4:5 mehrere Matchbälle abwehren und sich ins Tiebreak retten, musste den Center Court dann aber doch als Verlierer verlassen. Insgesamt waren es am Ende zwölf Matchbälle, die der 26-Jährige abwehrte – zu wenig. Der Italiener verwandelte seinen 13. Matchball im Tiebreak zum 15:13. „Ich habe 17.000 Chancen gehabt, dem Match eine andere Richtung zu geben“, zeigte sich Gerald Melzer nach der Niederlage enttäuscht.

KITZBUEHEL,AUSTRIA,22.JUL.16 - TENNIS - ATP World Tour, Generali Open. Image shows the rejoicing of Paolo Lorenzi (ITA). Photo: GEPA pictures/ Andreas Pranter

Erstes ATP-Endspiel für einen Georgier

Im Endspiel trifft Lorenzi auf Nikoloz Basilaschwili, der als erster Georgier ein ATP-Endspiel erreicht. Basilaschwili ließ dem Serben Dusan Lajovic im Semifinale nicht den Hauch einer Chance und fertigte die Nummer sechs des Turniers nach nur etwas mehr als einer Stunde mit einem 6:3 und 6:1-Sieg glatt ab. „Dafür habe ich hart gearbeitet“, so der Georgier nach seiner souveränen Vorstellung am Center Court. Für den 34-jährigen Paolo Lorenzi wäre es der erste Titel in seiner Karriere, 2014 stand er zuletzt in Sao Paolo in einem Endspiel.

Fotos: GEPA pictures

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